Di.. März 31st, 2026

R+V-Infocenter: E-Bikes stellen besondere Anforderungen an Fahrradträger

Transport mit dem Auto: Wenn das E-Bike zur Last wird

(KI-generiertes Bild mit MidJourney)

Wiesbaden, 31. März 2026. Wochenendtour oder Sommerurlaub: Viele nehmen ihr Fahrrad mit dem Auto mit. Dabei werden E-Bikes immer beliebter. Doch ihr höheres Gewicht stellt besondere Anforderungen an den Fahrradträger. Darauf macht das Infocenter der R+V Versicherung aufmerksam.

„Einfache Heckklappenträger sind für den Transport von E-Bikes oft gar nicht geeignet“, sagt Roland Richter, Verkehrsexperte bei der R+V Versicherung. Der Grund: Viele Systeme sind nur für rund 20 Kilogramm pro Fahrrad ausgelegt. E-Bikes sind durch Motor und Akku deutlich schwerer als herkömmliche Fahrräder. Während ein normales Rad meist 15 bis 18 Kilogramm wiegt, bringt die elektrische Variante schnell 25 Kilogramm oder mehr auf die Waage. Auch Dachträger bergen Risiken: Bei einem Unfall können sich schwere Räder lösen. Zudem wird bei mehreren Fahrrädern schnell die zulässige Dachlast überschritten. Ein Blick in die Fahrzeugunterlagen schafft Klarheit.

Stützlast beachten
R+V-Experte Richter empfiehlt daher einen Kupplungsträger, der ausdrücklich für E-Bikes zugelassen ist. Diese Systeme sind stabiler und erleichtern das Beladen. Es können jedoch zusätzliche Kosten entstehen – etwa wenn eine Anhängerkupplung nachgerüstet werden muss. Zudem sollte vorab geprüft werden, ob Fahrzeug und Anhängerkupplung dafür ausgelegt sind. Entscheidend ist die sogenannte Stützlast. Sie gibt an, wie viel Gewicht auf der Anhängerkupplung lasten darf. „Sie liegt meist zwischen 50 und 100 Kilogramm, kann sich aber je nach Fahrzeugtyp unterscheiden“, sagt Richter. Bei kleineren Autos reicht sie oft nicht für mehrere E-Bikes, zumal auch der Träger selbst Gewicht hat. Dann sollte nur ein Elektrofahrrad transportiert werden.

Wie gefährlich ein ungeeigneter Träger sein kann, hat Roland Richter selbst schon erlebt. „Bei einer Fahrt auf der Autobahn sind vor uns zwei E-Bikes durch die Luft geschleudert worden, weil die Steckkupplung des Fahrradträgers gebrochen ist. Mehrere Autos wurden beschädigt, darunter unseres. Zum Glück wurde niemand verletzt.“

Versicherungsschutz klären
Vor Fahrtantritt sollte man zudem klären, wie E-Bikes während des Transports versichert sind. Verursacht ein vom Träger gelöstes Fahrrad einen Schaden, greift die Kfz-Haftpflichtversicherung. Schäden am Fahrradträger oder am eigenen Auto sind dagegen in der Regel nicht versichert. Transportierte E-Bikes sind nicht über die Fahrzeugversicherung gedeckt. Der Experte empfiehlt, vorab mit der eigenen Hausratversicherung zu klären, ob diese verlorene E-Bikes deckt. Mitunter kann auch eine separate E-Bike-Versicherung sinnvoll sein.

Weitere Tipps des R+V-Infocenters:
– Akkus sollten vor dem Transport entnommen und im Fahrzeug verstaut werden. Das spart Gewicht. Auch das Display sollte abgenommen werden. Anschlüsse am Fahrrad nach dem Entfernen von Akku und Display vor Feuchtigkeit und Schmutz schützen, zum Beispiel mit geeigneten Abdeckungen.
– Herstellerangaben zum Trägersystem und zur empfohlenen Höchstgeschwindigkeit beachten – häufig werden maximal 120 bis 130 km/h empfohlen.
– Nach etwa 50 Kilometern Fahrt sollten Schrauben, Halterungen und Gurte kontrolliert und bei Bedarf nachgezogen werden.
– E-Bikes auch auf dem Träger zusätzlich gegen Diebstahl sichern.
– Fahrradträger für Anhängerkupplungen benötigen in Deutschland ein eigenes Kennzeichen, wenn sie das hintere Nummernschild des Autos teilweise oder vollständig verdecken. Dieses Schild muss dieselbe Nummer wie das Kfz-Kennzeichen tragen, benötigt aber keine Stempelplakette.

Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegründet. Es informiert regelmäßig über Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus, im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor Unfällen und Betrug, Recht im Alltag und Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfältige Know-how der R+V-Fachleute und wertet Statistiken und Trends aus. Zusätzlich führt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die repräsentative Langzeitstudie über die „Ängste der Deutschen“ ermittelt beispielsweise bereits seit 1992 jährlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen bereiten.

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