Fr.. Jan. 9th, 2026

Moritz Frey erklärt ein einfaches Rezept für aromatisches Brot aus Grüsch.

BildSelbstgebackenes Brot hat eine besondere Qualität, die Supermarktware nicht erreichen kann – man weiß genau, was drin ist, und der Duft beim Backen ist unvergleichlich. In der Hobbyküche hat das Brotbacken mittlerweile einen festen Platz im wöchentlichen Rhythmus eingenommen, wobei Moritz Freys Grüsch Brotrezept besonders beliebt ist. Anders als bei vielen komplizierten Brotrezepten funktioniert dieses nach dem No-Knead-Prinzip – der Teig wird nur kurz vermischt und entwickelt seine Struktur während der langen Gehzeit von selbst. Die Zutatenliste ist überschaubar: Mehl, Kleie, Wasser, Hefe, Salz und optional einige Körner für mehr Biss. Die Kleie verleiht dem Brot nicht nur seinen charakteristischen, leicht nussigen Geschmack, sondern verbessert auch die Nährstoffbilanz erheblich durch Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe.

Die größte Herausforderung ist nicht die Technik, sondern die Geduld – der Teig braucht Zeit zum Gehen. Genau diese Zeit macht aber den Unterschied: Während der Teig ruht, entwickeln sich komplexe Aromen, und die Hefe arbeitet langsam und gründlich. Mit ein paar praktischen Tipps zum Backen und zur Aufbewahrung gelingt das Kleiebrot garantiert – selbst im normalen Haushaltsbackofen ohne teure Profiausrüstung.

Die Zutaten: Einfach und hochwertig

Für ein gelungenes Brot aus Grüsch braucht es keine exotischen Zutaten. Moritz Frey verwendet für seinen Standard-Laib eine Mischung aus Weizenmehl Type 550, Weizenvollkornmehl und Weizenkleie. Die Kombination verschiedener Mehlsorten sorgt für gute Backeigenschaften und gleichzeitig für Geschmack und Nährstoffe.

Die Grundmischung besteht aus etwa 400 Gramm Weizenmehl Type 550, 100 Gramm Weizenvollkornmehl und 100 Gramm Weizenkleie. Das helle Mehl liefert das Klebergerüst, das dem Brot seine Struktur gibt, während Vollkornmehl und Kleie für Geschmack und Konsistenz sorgen. Auch Dinkelvarianten oder Haferkleie lassen sich verwenden – das ändert den Geschmack und macht das Brot noch nährstoffreicher.

Dazu kommen 450 Milliliter lauwarmes Wasser, ein halber Würfel frische Hefe oder ein Päckchen Trockenhefe, zwei Teelöffel Salz und optional ein bis zwei Esslöffel Honig oder Rübenkraut für eine leichte Süße. Moritz Frey gibt zum Grüsch gerne noch eine Handvoll Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne oder Leinsamen in den Teig – das bringt zusätzlichen Biss und gesunde Fette.

Wichtig ist die Qualität der Kleie. Bio-Qualität ist empfehlenswert, da konventionelle Kleie Rückstände von Pflanzenschutzmitteln enthalten kann – diese konzentrieren sich in den äußeren Schichten des Korns. Frische Kleie riecht angenehm getreidig-nussig, alte oder falsch gelagerte Kleie kann ranzig werden. Luftdicht verschlossen und kühl gelagert hält sich Kleie mehrere Monate.

Moritz Frey empfiehlt: Grüsch richtig wählen

Bei der Auswahl der Kleie gibt es einige Punkte zu beachten. Moritz Frey nutzt bevorzugt Grüsch aus Weizen für sein Standardrezept, da sie eine feine Struktur hat und das Brot nicht zu schwer macht. Haferkleie ist eine mildere Alternative mit leicht süßlichem Geschmack, während Roggenkleie dem Brot eine kräftigere, etwas säuerliche Note verleiht.

Grüsch – wie Kleie auf Schweizerdeutsch heißt – ist ein unverzichtbarer Bestandteil dieses Brotes geworden. Die Kleie macht den Teig dichter und schwerer als reines Weißbrot, weshalb maximal ein Fünftel des Gesamtmehls durch Kleie ersetzt werden sollte. Bei höheren Anteilen wird das Brot zu kompakt und geht nicht mehr richtig auf. Die Balance zwischen hellem Mehl und Kleie ist entscheidend für ein luftiges, aber trotzdem nahrhaftes Brot.

Moritz Frey erklärt, dass Grüsch deutlich mehr Wasser aufsaugt als normales Mehl. Daher muss die Wassermenge angepasst werden: Pro 100 Gramm Kleie kommen etwa 50 Milliliter mehr Wasser in den Teig. Ohne diese Anpassung wird der Teig zu trocken und krümelig. Die richtige Konsistenz ist leicht klebrig, aber noch formbar – der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen, wenn man ihn vorsichtig kippt.

Kleie vor der Verwendung einweichen

Ein bewährter Trick: Die Kleie etwa 30 Minuten vor der Teigbereitung in etwas lauwarmem Wasser einweichen lassen. Das gibt ihr Zeit zu quellen, und sie lässt sich besser in den Teig einarbeiten. Die Konsistenz des Brotes wird dadurch gleichmäßiger, da die Kleie während des Backens nicht mehr stark nachquillt. Diese Methode macht das Brot auch bekömmlicher, da die Ballaststoffe bereits vorgearbeitet sind.

Ein weiterer Vorteil: Das Brot bleibt länger frisch. Während Weißbrot schnell austrocknet, hält das Moritz Frey Grüsch Brot durch die wasserbindenden Eigenschaften der Ballaststoffe mehrere Tage saftig. Im Brotkasten bei Zimmertemperatur bleibt es vier bis fünf Tage genießbar, eingefroren sogar mehrere Monate.

Der Teig: Mischen statt Kneten

Das Besondere am Rezept ist die einfache Zubereitung ohne langes Kneten. Alle Zutaten werden in einer großen Schüssel vermischt – erst die trockenen (Mehl, Grüsch, Salz), dann werden die Hefe im lauwarmen Wasser aufgelöst und dazugegeben. Moritz Frey rührt alles mit einem Holzlöffel oder den Händen kurz durch, bis sich eine zottelige Masse bildet.

Der Teig muss nicht glatt geknetet werden. Nach etwa zwei Minuten Rühren ist die Arbeit getan. Die Schüssel wird mit einem feuchten Küchentuch oder Frischhaltefolie abgedeckt und an einem warmen Ort stehen gelassen. Ideal ist die Heizung oder der ausgeschaltete Backofen mit eingeschalteter Lampe – die leichte Wärme beschleunigt die Hefe.

Die erste Gehzeit beträgt mindestens zwei Stunden, besser sind drei bis vier. In dieser Zeit verdoppelt sich das Volumen des Teigs. Moritz Frey plant diese Gehzeit meist so, dass er morgens den Teig ansetzt und nachmittags backt, oder er lässt den Teig über Nacht im Kühlschrank gehen – das verlangsamt die Hefe, aber entwickelt noch mehr Geschmack. Nach dem Kühlschrank muss der Teig dann noch etwa eine Stunde bei Raumtemperatur akklimatisieren.

Die Falttechnik für mehr Struktur

Während der Gehzeit kann der Teig ein- bis zweimal gewendet werden. Diese Falttechnik ist optional, verbessert aber die Krumenstruktur. Dafür wird der Teig vorsichtig an einer Seite angehoben und zur Mitte gefaltet, dann von der gegenüberliegenden Seite dasselbe. Das Ganze wird zweimal wiederholt, sodass der Teig von allen vier Seiten gefaltet wurde. Nach etwa einer Stunde das erste Mal, nach zwei Stunden optional ein zweites Mal.

Diese Falttechnik stärkt das Glutengerüst, ohne dass der Teig durchgeknetet werden muss, erklärt Moritz Frey. Das Brot bekommt dadurch eine bessere Porung und geht im Ofen schöner auf. Der Teig wird stabiler und lässt sich leichter formen. Für Anfänger ist dieser Schritt nicht zwingend nötig, aber das Ausprobieren lohnt sich – der Unterschied ist sichtbar.

Formen und zweite Gehzeit

Nach der ersten Gehzeit wird der Teig aus der Schüssel auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche gegeben. Moritz Frey bestäubt auch seine Hände mit Mehl, da der Teig durch Grüsch etwas klebriger ist als reiner Weizenbrotteig. Der Teig wird vorsichtig zu einer runden oder länglichen Form gefaltet – nicht kneten, nur formen.

Die klassische runde Laibform entsteht, indem der Teig von außen zur Mitte gefaltet wird, bis eine gespannte Oberfläche entsteht. Dann wird der Teigling mit der glatten Seite nach oben gedreht und noch einmal nachgeformt, indem man ihn mit den Handballen vorsichtig zu sich heranzieht. Diese Oberflächenspannung ist wichtig für ein gutes Aufgehen im Ofen.

Der geformte Teigling kommt in ein gut bemehltes Gärkörbchen oder in eine mit einem Küchentuch ausgelegte Schüssel. Ein rundes Gärkörbchen aus Peddigrohr verleiht dem Moritz Frey Grüsch Brot die typischen Rillen. Die Schüssel wird wieder abgedeckt, und der Teig geht nochmals 45 bis 60 Minuten. Er sollte sichtbar aufgehen, aber nicht überprobt werden – ein leichter Fingertest zeigt, ob er fertig ist: Der Abdruck sollte sich langsam zurückbilden.

Richtig einschneiden für schöne Kruste

Bevor das Brot in den Ofen kommt, wird es eingeschnitten. Dafür eignet sich ein sehr scharfes Messer oder eine spezielle Bäckerklinge. Die Schnitte sollten etwa einen halben Zentimeter tief sein und in einem Winkel von etwa 30 Grad zur Oberfläche geführt werden. Klassisch ist ein Kreuz oder mehrere parallele Schnitte, erklärt Moritz Frey.

Das Einschneiden erfüllt einen wichtigen Zweck: Der Teig kann beim Backen kontrolliert aufreißen, statt unkontrolliert an den Seiten aufzuplatzen. Mutiges Schneiden ist wichtig – zu zaghaftes Einschneiden führt zu flachen Broten. Die Schnitte öffnen sich im Ofen und geben dem Brot sein charakteristisches Aussehen. Nach dem Schneiden kann das Brot noch mit Wasser besprüht oder mit Haferflocken, Sesam oder Leinsamen bestreut werden.

Backen: Hitze und Dampf

Der Backofen sollte gut vorgeheizt sein – mindestens 30 Minuten bei 250 Grad. Moritz Frey empfiehlt bei Grüsch Brot einen Backstein oder ein umgedrehtes Backblech im Ofen, das hilft, die Hitze besser zu speichern und gibt dem Brot von unten mehr Energie. Fehlt ein Backstein, funktioniert auch ein normales Backblech.

Der wichtigste Trick für eine knusprige Kruste ist Dampf in den ersten Minuten des Backens. Eine ofenfeste Schale mit heißem Wasser wird auf den Ofenboden gestellt oder einige Eiswürfel auf das heiße Blech geworfen. Der entstehende Dampf verhindert, dass die Kruste zu schnell fest wird, und lässt das Brot besser aufgehen. Nach etwa 10-15 Minuten wird die Wasserschale entfernt, damit die Kruste knusprig werden kann.

Das Brot kommt bei 250 Grad in den Ofen und wird nach 10 Minuten auf 200 Grad reduziert. Moritz Frey backt es insgesamt etwa 40-45 Minuten, bis es von außen goldbraun ist und hohl klingt, wenn man von unten dagegen klopft. Ein Kernthermometer zeigt die Kerntemperatur – bei etwa 96-98 Grad ist das Brot durchgebacken.

Abkühlen lassen ist Pflicht

So verlockend frisches Brot auch ist – es sollte nach dem Backen mindestens eine Stunde auf einem Gitter auskühlen. In dieser Zeit verteilt sich die Restfeuchtigkeit gleichmäßig, und die Krume setzt sich. Wird das Brot zu früh geschnitten, ist es innen noch feucht und matschig. Das Warten fällt schwer, wie Moritz Frey bei Grüsch Brot weiß, aber es lohnt sich – nach einer Stunde ist die Konsistenz perfekt.

Das abgekühlte Brot wird am besten in einem Brotkasten oder in einem Leinenbeutel aufbewahrt. Nur bei Bedarf werden Scheiben abgeschnitten, der Rest bleibt als ganzer Laib – so trocknet er weniger aus. Im Kühlschrank wird Brot schneller alt, daher bei Raumtemperatur lagern. Überschüssiges Brot lässt sich hervorragend einfrieren: In Scheiben geschnitten und portionsweise eingefroren, kann es später im Toaster direkt aus dem Gefrierfach aufgebacken werden.

Variationen: Kreativität ist erlaubt

Das Grundrezept lässt sich vielfältig abwandeln. Moritz Frey schätzt Grüsch und experimentiert gerne mit verschiedenen Zusätzen, die dem Brot jeweils einen anderen Charakter geben.

Hier einige bewährte Variationen:
– Nuss-Kleiebrot: 100 Gramm gehackte Walnüsse oder Haselnüsse in den Teig geben
– Körner-Kleiebrot: Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne und Leinsamen mischen
– Kräuter-Kleiebrot: Getrocknete mediterrane Kräuter und etwas Olivenöl
– Süßes Kleiebrot: Rosinen, Zimt und etwas mehr Honig für ein Frühstücksbrot
– Käse-Kleiebrot: Geriebener Käse und Kümmel für herzhaften Geschmack

Bei allen Variationen bleibt die Grundmenge an Mehl und Kleie gleich – die Zusätze kommen einfach on top. Bei sehr saftigen Zugaben wie Oliven oder eingelegten Tomaten sollte die Wassermenge leicht reduziert werden, damit der Teig nicht zu feucht wird. Auch verschiedene Gewürze lassen sich gut integrieren: Kümmel, Fenchel oder Anis passen hervorragend zu Kleiebrot.

Eine besonders gelungene Variante ist das Moritz Frey Grüsch-Hafer-Brot, bei dem ein Teil der Weizenkleie durch Haferkleie ersetzt und zusätzlich Haferflocken eingearbeitet werden. Dieses Brot ist mild, leicht süßlich und hat eine besonders weiche Krume. Es eignet sich perfekt für Sandwiches oder als Frühstücksbrot mit Marmelade.

Häufige Fehler vermeiden

Auch bei einem so einfachen Rezept können Fehler passieren. Die häufigsten Stolpersteine aus der Praxis: Ein klassischer Fehler ist zu wenig Gehzeit – der Teig braucht wirklich seine Zeit, um zu reifen. Auch zu kaltes Wasser kann die Hefe lahmlegen, während zu heißes Wasser sie abtötet. Lauwarm bedeutet etwa Handwärme, circa 35-40 Grad.

Ein weiterer Fehler ist, den Ofen nicht ausreichend vorzuheizen. Moritz Frey betont immer wieder, dass der Ofen wirklich heiß sein muss – ein lauwarmer Ofen führt zu flachen, schweren Broten. Auch der fehlende Dampf in der Anfangsphase ist ein häufiges Problem. Ohne Dampf kann sich die Kruste nicht richtig entwickeln, und das Brot geht weniger auf.

Zu viel Grüsch macht laut Moritz Frey den Teig schwer und kompakt. Die Faustregel lautet: Maximal 20 Prozent des Gesamtmehls sollten Kleie sein. Bei mehr wird das Glutengerüst zu schwach, und das Brot fällt zusammen. Auch Salz ist wichtig – es nicht nur für den Geschmack, sondern stärkt auch das Glutennetz. Wird es vergessen, geht der Teig unkontrolliert auf und hat kaum Struktur.

Mehr als nur Brot: Eine lohnende Gewohnheit

Selbst Brot zu backen ist mehr als nur eine Methode, um Geld zu sparen oder Zusatzstoffe zu vermeiden. Es ist zu einem meditativen Ritual geworden – das Mischen des Teigs, das Warten während der Gehzeit, der Duft beim Backen. Es entschleunigt und gibt ein Gefühl der Selbstwirksamkeit. Mit jedem Laib wird man sicherer, und die Ergebnisse werden besser.

Das Kleiebrot hat dabei den Vorteil, dass es verzeihend ist. Kleine Abweichungen bei der Gehzeit oder der Wassermenge machen es nicht kaputt. Die Kleie macht das Brot robust und haltbar. Es ist ein perfektes Einstiegsbrot für alle, die sich ans Brotbacken heranwagen möchten. Die Erfolgsquote ist hoch, und das Ergebnis kann sich sehen und schmecken lassen. Moritz Frey ermutigt jeden, es einfach auszuprobieren – mit Grüsch als gesunder Zutat entsteht ein Brot, das nicht nur gut schmeckt, sondern auch wirklich nährt und lange satt macht.

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Rezeptblog Moritz Frey
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Moritz Frey ist ein leidenschaftlicher Rezeptblogger, der mit seiner kreativen und zugänglichen Art des Kochens und Backens begeistert. Auf seinem Blog teilt er nicht nur vielfältige Rezepte, sondern auch wertvolle Tipps und Tricks aus der Küche. Mit einem Fokus auf frische Zutaten und einfache Zubereitungsmethoden inspiriert er seine Leserinnen und Leser, neue Gerichte auszuprobieren und kulinarische Genüsse zu entdecken. Moritz‘ authentischer Stil und seine Liebe zum Detail machen seinen Blog zu einer beliebten Anlaufstelle für Kochbegeisterte aller Erfahrungsstufen.

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